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Kein Öldruck bei einer ZX6R/Bitte lesen, wenn auch keine ZXR
Verfasst: 12 Sep 2008 21:12
von Matschak
Hallo zusammen,
ich will mich gleich mal entschuldigen, ich weiß das ist ein ZXR Forum und
kein ZX6 Forum! - Aber hier sind einfach die Leute, dennen ich glauben
kann!!! Deswegen Entschuldigung, aber bitte um Hilfe!!!
ich habe gerade eine ZX600F hier stehen und bekomme keinen Öldruck.
Das Motorrad ist 4 Jahre lang trocken in der Garage gestanden.
So... ich habe neues Öl eingefüllt. Sonst habe ich am Motor nichts gemacht.
Habe den Öldrucksensor ausgebaut und georgelt, da kommt kein Tropfen an.
Habe den Ölfilter ausgebaut, da kommt auch nicht wirklich viel Öl an, auch
nicht, wenn ich orgel.
Habe die Hauptölleitung zum Zylinderkopf abgeschraubt, auch kein Öl da.
Wie soll ich weiter vorgehen? Ölpumpe-nachschauen ob sie fördert, Ölsieb
rausnehmen und schauen, ob es zu ist? Lagerschaden?
Was kann den der Grund sein? Wie wird die Ölpumpe angetrieben? So wie bei
unseren Maschinen?
Wodurch sollte das Ölsieb auf einmal zu sein, die ist ja nur gestanden?
Irgendwo habe ich noch was von einem Rückschlagventil gelesen, da weiß
ich aber nicht wo das sitzt.
Sollt zufällig jemand ein WHB von diesem Modell haben, vielleicht noch in
elektronischer Ausführung, dann wäre ich sehr, sehr, sehr dankbar, wenn
ich mir das ausleihen könnte.

Ich könnt kotzen
Werde heute Nacht wahrscheinlich nicht schlafen können.
Vielen dank schonmal an jeden, der mir weiterhelfen kann!!!
Gruß
Matschak
Verfasst: 12 Sep 2008 21:49
von Gast
post !!!
viel erfolg!!

Verfasst: 12 Sep 2008 21:50
von Matschak
Schonmal 1000 dank!!!!
Gruß
Matschak
Verfasst: 12 Sep 2008 22:33
von Frank
Bau die Zündkerzen aus, damit die Lager im Kurbeltrieb entlastet und nicht beschädigt werden. Gib etwas Öl in die Zylinder und auf die Nockenwellen incl. Lager. Dann würde ich die Wasserpumpe ausbauen und prüfen, ob sich deren Antrieb bei drehender Kurbelwelle mitdreht. Hängt zusammen mit der Ölpumpe und zeigt somit an, ob sich die Ölpumpe dreht. Könntest auch mal etwas Druckluft auf den Ölkanal geben und prüfen, ob das direkt in die Ölwanne entweicht. Bzw. mit der Bohrmaschinenpumpe den Motor mit Öl versorgen.
Hinweis: Bei der Überholung der ZXR400 wollte ich auch schonend für den Motor erstmal mit Anlasser und ausgebauten Kerzen Öl fördern. Ölfilter war noch voll, aber die Kanäle incl. Ansaugsieb leergelaufen Nach 30 sec hab ich aufgegeben. Die Anlasserdrehzahl reicht nicht aus, am Ölsieb genug Unterdruck aufzubauen. Hab dann den Motor normal gestartet und im leicht erhöhren Leerlauf 15 sec. drehen lassen. Dann war das Öl da und auch oben am Ventiltrieb sichtbar. Bei den PKW ist es dagegen gut möglich, alleine mit dem Anlasser Öl zu fördern. Da sitzt die Ölpumpe oft aber auch tiefer in der Ölwanne.
Verfasst: 12 Sep 2008 23:14
von Matschak
@Pitowski: Vielen herzlichen Dank.
@Frank: Der Motor ist schon gelaufen, aber die Öllampe ging nicht aus,
deswegen hab ich den ganzen Schmodder auseinander genommen.
Aber wenn die Ölpumpe mit der Wasserpumpe zusammenhängt, dann brauch
ich nicht den Kupplungskorb runternehmen, um an die Ölpumpe zu kommen.
Ich werde mal die Kerzen entfernen und etwas Öl auf die Nockenwelle geben
und auch noch ein wenig in die Zylinder. Danke für den Tip!
Dann probier ich das morgen.... ja morgen noch mal aus.
Gruß
Matschak
Verfasst: 12 Sep 2008 23:40
von Frank
Wie lange ist der Motor mit leuchtender Öldrucklampe bei min. 1200 1/min gelaufen? Nach 10sec. sollte das Öl schon gut verteilt sein. Kam Öl bis zum Ventildeckel? Ansonsten würde ich den nicht mehr anwerfen und auch nicht ohne Kerzen mit dem Anlasser drehen. Ich würd das so machen:
-dreht die Ölpumpe mit, wenn die KW von Hand gedreht wird? Ansonsten die Ölpumpenkette prüfen. Ist eine kleine, niedliche Rollenkette ohne ordentlichen Spanner. Geht wegen der gleichmäßigen Kraftübertragung
-Ölwanne entfernen und Sieb sowie das Überströmventil prüfen. Wenn okay, Ölpumpe ausbauen und zerlegen.
Verfasst: 13 Sep 2008 8:42
von Matschak
Wir haben ihn ca. 30 sec. laufen lassen, da kamm kein Öl, nirgendwo, auch
nicht bei den Nockenwellen.
Ich werde es so machen wie du sagst.
Danke und Gruß
Matschak

Verfasst: 13 Sep 2008 9:14
von Hinnerk
was bei den 6r gerne vorkommt ist das beim Ölwechsel die lampe anbleibt, abhilfe.. kurz starten.. filter lösen..da sollte nach kurzer zeit öl kommen, anziehen... lampe aus.. hat bis jetzt immer geholfen...vielleicht versuchste das noch bevor du ihn auseinander pflückst
gruss
Hinni
Verfasst: 13 Sep 2008 12:53
von Matschak
Hab ich auch probiert, werd ich aber gleich nochmal prüfen.
Hab geschaut, ob sich die ölpumpe mitdreht

dreht mit.
Ölsieb

sauber. Rückschlagventil

funtioniert.
Jetzt bau ich das Teil nochmal zusammen und probier das mit dem Ölfilter
nochmal.
Gruß
Matschak
Verfasst: 13 Sep 2008 16:55
von Matschak
So... bis zum Ölfilter habe ich Öl. Da kommt einiges raus, wenn der Motor
läuft, aber am Öldrucksensor ist immer noch kein Öl.
Andere Frage: Durch die lange Standzeit, ist ja wahrscheinlich alles an Öl
nach unten gewandert. Besteht darin die Möglichkeit, das der Motor einfach
etwas "länger" braucht, um überall Öl hin zu pumpen, oder bin ich da auf dem
Holzweg?
Wie lang dürfte sie denn ohne Öldruck laufen, ohne einen Schaden zu
bekommen???
Gruß
Matschak

Verfasst: 13 Sep 2008 17:30
von Hinnerk
das ist sicherlich so das ein ein paar sekunden braucht, länger aber niemals
konrolliere dochmal ob der druckschalter auch funzt, schaudoch mal unter den ventildeckel ob da öl ist, bzw ankommt....
gruss
Hinni
Verfasst: 13 Sep 2008 18:11
von Frank
Die Förderleistung eienr Ölpumpe ist normalerweise rechzt hoch, so daß es nur wenige Sekunden dauert, bis der Filter und die Kanäle durchölt sind. Komplett trocken und bei normalen Temperaturen sollte es bei leicht erhöhter Leerlaufdrehzahl maximal etwa 15 sec dauern. Er ist aber schon trocken 30 sec gelaufen - da würde ich nichts mehr zumuten. Es ist halt unbekannt, ob der Förderdruck nicht ausreicht oder ob die Pumpe nur zu lange Luft am Ölsieb gesaugt hat. Die sauberste Lösung wäre es, extern mit einer Bohrmaschinenpumpe Öl zuzuführen. Zumindest bis es oben am Ventiltrieb ankommt. Dann normal starten und Öldruck prüfen. Ne Werkstatt würde vielleicht eher noch 30 sekunden bei erhöhtem Leerlauf geben und hoffen, daß sich die Sache noch stabilisiert. Ist ne Gewissensfrage. Das mit der Bohrmaschinenpumpe ist an sich eine einfache Sache.
Verfasst: 13 Sep 2008 18:28
von Tie
Scheißgeschichte! Vor allem die Gefahr das Ding sauer zu testen ...
Da ich ein Mann der Theorie bin: Kann/darf mann mit Druckluft mal durch sämtliche Ölleitungen blasen, ohne was kaputt zu machen?
Würde mich nicht wundern, wenn nach 4 Jahren trockener Standzeit irgendwelche Rückstände die Leitungen abgedichtet haben oder irgendein Schmodder zusammengelaufen ist. Von Verharzung der Restölmengen ganz zu schweigen!
Ich wäre da SEHR vorsichtig!
Wenn Du den Motor hinbekommst würde ich in jedem Fall ne Motor-Spülung machen und nochmal frischen Saft reingeben.
Verfasst: 13 Sep 2008 19:05
von Matschak

Der Öldruckschalter funktioniert. Das mit der Bohrmaschine ist eine
gute Idee, aber die Pumpe wird ja vom Motor angetrieben. Wie mach ich das
denn dann? Also gelaufen ist die Möhre bei maximal 800 Umdrehungen, kurz
vorm ausgehen, weil ich das Ding ja nicht länger belasten wollte. Nachdem
ja auch beim Ölfilter was ankommt, dachte/denke ich, dass die Förderleistung
passt. Es ist halt im Hauptölkanal nur Wüste. Bis zu den Nockenwellen kommt
auch nichts hoch. Kann ich die Ölkanäle mal "händisch" befüllen und dann mit
Druckluft beaufschlagen? (Mit so nem Teil wie beim Hohlraumversiegeln)?
Das wär meine letzte Idee.
Ich bin mit den Nerven runter, mein Kumpel, für den ich das mach, ist so ein
klasse Mensch, da darf einfach nichts schief gehen. Zumal ich ihn bequatscht
habe, dass Teil nicht zu verkaufen, sondern wieder auf Vordermann zu
bringen.
Gruß
Matschak

Verfasst: 13 Sep 2008 19:22
von Tie
Wenn Du ganz sicher gehen willst: Motor KOMPLETT zerpflücken, reinigen, spülen und wieder zusammen ...

Verfasst: 13 Sep 2008 19:27
von Frank
Ich meine diese 5 EUR Vorsätze aus dem Baumarkt zur Gartenbewässerung. Ist kurzfristig auch für Öl geeignet, muß aber danach gut gereinigt werden. Einfach mal nen Liter Öl durch den Motor pumpen. Mit 800 1/min wird es ewig dauern, musst schon mit erhöhtem Leerlauf arbeiten und den Motor evtl. etwas anwärmen. 10 sec bei 1500 sind besser als eine Minute lang bei 800.
Verfasst: 13 Sep 2008 20:54
von J-Racer
Füll mal den Ölfilter mit Öl und schraub ihn dann rein ! Wie Hinnerk schon richtig angemerkt hat,haben diverse Modelle probleme mit "luft in der Ölpumpe" nach einem Ölwechsel

Verfasst: 13 Sep 2008 21:03
von Hinnerk
darf ich fragen wie du ihn getestet hast (den schalter)?
ich arbeite ja im motorenbereich und wenn wir hier motoren für den prüfstand fertig machen kommen auch immer öldruckmesspunkte ran.. es gibt da stellen im motor, da drehste die anschlüsse nacher raus (auch ein ölkanal) und da kommt kein bischen öl raus... liegt halt auch am aufbau des motors usw....
war der ventiltrieb/nockenwellen den komplett trocken oder nur "leicht" ölig?
was du machen kannst.. gib oben reichlich frisches motoröl auf die nockwellen usw.... dann wiegesacht etwas mehr drehzahl geben..dann muss das kommen..
das sich die kanäle so zusetzten das nix mehr durch geht halte ich für äusserst unwarscheinlich
gruss
Hinni
Verfasst: 13 Sep 2008 21:13
von Frank
Bei der 400er war es Luft im Ansaugsieb. Die Pumpe schafft es nur bei angehobener Drehzahl, Öl anzusaugen. Das Öl dichtet die Pumpe auch ab. Dieser Effekt fehlt nach längerer Standzeit. Das Füllen des Ölfilters mach ich immer, bringt aber nur wenige Sekunden.
Verfasst: 13 Sep 2008 21:59
von Matschak
Vielen Dank Leute!!!
Ich habe den Ölfilter bereits gefüllt, hat aber keinen Erfolg gebracht.
An den Nockenwellen ist nur das Öl, das ich da drauf getropft habe, weil die
komplett trocken waren.
Werde es ein letztes mal mit erhöter Drehzahl probieren, wenns dann nicht
funzt

kommt der Motor raus.
Darauf hab ich aber am aller wenigsten Bock!!!
Bin sehr froh, dass mir so viele Leute hier aus dem Forum Ratschläge
gegeben haben!!! Find ich echt super klasse von Euch!!!!
Dank und Gruß
Matschak

Verfasst: 13 Sep 2008 22:05
von Harm
Ich wuerd das lassen.
Du weisst nicht, wie weit das oel kommt.
Laufen die Pleuellager trocken, ist es ne Sache von Sekunden, bis sie platt sind.
ich sprech da aus leidvoller Erfahrung....
Ich wuerd den oelkreislauf mit ner externen pumpe durchspuelen.
Und erst wenn die leitungen wirklich durchspuelt sind, den Treibsatz nochmal zuenden.
So hart es klingt, aber du sagst selber, es darf nichts schiefgehen....
S.
Verfasst: 13 Sep 2008 22:07
von Matschak
So soll es denn dann sein. Ölspülung!!!
Gruß
Matschak

Verfasst: 13 Sep 2008 22:13
von Frank
So ein Act ist es nun nicht! Ölwanne weg und man sollte an die Pumpe kommen. Bei meiner H hatte ich die Pumpe schon in der Hand. Sind nach abgenommener Ölwanne etwa 5 Schrauben. Man muß die KW so drehen, daß die Pumpe nach unten entnehmbar ist (Antrieb Wasserpumpe) und dann noch die Zentralschraube des Kettenrads lösen. Wenn es aber wirklich nur 800 1/min waren, könnte da das Problem liegen. Um das Öl knapp 10cm anzusaugen wird schon ein nennenswerter Unterdruck benötigt. Und den bringt die Pumpe in leerem Zustand nur bei höherer Drehzahl.
Verfasst: 14 Sep 2008 16:57
von kawasaki1972
alles blödsinn nimm den schraubverschluss ab wo du das öl reinfüllst nimm nen luftkompressor und blas mal da rein und starte mal durch,beim reinblasen mit der hand die öffnung rundherum abdichten oder mit nen lappen.
dann müsste es passen!
lg mike
Verfasst: 14 Sep 2008 17:31
von Frank
Da das Kupplungehehäuse mit dem Kurbelgehäuse und der Zylinderkopfhaube direkt verbunden ist, entsteht so leider kein ölfördernder Differenzdruck.