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Hat die Antriebskette ne Laufrichtung?

Verfasst: 19 Jan 2009 21:21
von audiracer
Wenn ja, dann hab ich wohl ein problem. :oops:

Kette und Ritzel haben noch keine 4000 km runter, hab aber beim zerlegen vergessen die außenseite zu markieren. Is das ein Problem? Kann ich feststellen wie die Laufrichtung war, etwa an bestimmten Abriebstellen? Bin da grad bissi in sorge. :?

Gruß Tom.

Verfasst: 19 Jan 2009 21:22
von Bernie
gibt keine laufrichtung der kette :wink:

beim kettenrad und ritzel auch nicht, aber manche sind je nach bauart/hersteller nicht auf jeder seite gleich.
in der regel gehört die plane seite immer zum mopped.
nach der montage auf jeden fall prüfen, ob die kette fluchtet

Verfasst: 19 Jan 2009 21:30
von audiracer
Gut, danke.

Hoffe sowieso daß ich die kleine wieder zusammenkrieg - wenn denn meine Teile mal wieder da sind. Da macht man so nen schönen Plan und nix klappt.

Zusammenbau des kompletten Bikes dürfte aber duchs WHB problemlos funzen, nich wahr? Auseinander geht irgendwie immer so leicht. Wie oft werd ich wohl lesen 'Der Einbau erfolgt in umgekehrter Reihenfolge'?!?

Verfasst: 19 Jan 2009 21:35
von Terrini
kann man die ehemalige Laufrichtung prüfen - jein....

Häufig trägt das Kettenrad auf der Fahrzeugaußenseite mehr als innen.
Entsprechend kann man die Innenlaschen der Kette prüfen, ob auf einer Seite mehr Spuren zu sehen sind, als auf der anderen.

Dein Denkansatz war so verkehrt nicht.

Verfasst: 20 Jan 2009 21:59
von audiracer
Werd mir das mal ansehen sobald die Kette gereinigt ist.

Danke für den Tip.

Verfasst: 20 Jan 2009 23:55
von oTHEr
@charly....wie sollte das gehen?
wenn ich mir denke, dass sich die antriebswelle und achse aufgrund der kraftübertragung zueinander "biegen"...dann sind die äusseren seiten vom kettenrad & ritzel näher beieinander als die innenseiten.....und andere relevante kräfte kommen dort doch nicht drauf, other hab ich einen denkfehler?

Verfasst: 21 Jan 2009 15:22
von Schwarzwaldracer
Hab ich ehrlich gesagt noch nie drauf geachtet

Verfasst: 21 Jan 2009 16:31
von Cashrider
audiracer hat geschrieben: Zusammenbau des kompletten Bikes dürfte aber duchs WHB problemlos funzen, nich wahr? Auseinander geht irgendwie immer so leicht. Wie oft werd ich wohl lesen 'Der Einbau erfolgt in umgekehrter Reihenfolge'?!?
Noch sehr oft!!! Wenn´s nicht klappt schick mir ne PM....bin ja net so weit weg! 8)

Verfasst: 21 Jan 2009 17:26
von alter-mann
... ich sehe die sache wie charles ...
wobei ich die "laufspuren" insoweit welche erkennbar sind dann dem "verkippen" des kettenbatts zuschreiben wuerde => (nachgeben des ruckdaempfers und somit ein nich "ganz" fluchtender kettenlauf)

aber in der praxis ist es absolut zu vernachaessigen ... bzw. ich habe da auch noch nie daruf "aufgepasst" ...

der gedankengang bzgl der laufrichtung war aber schon gut ...
halt etwas fuer perfektionisten :wink: ... :P

Verfasst: 21 Jan 2009 19:26
von quique
nachgeben des ruckdaempfers

Ausgeschlossen, da der Kettenradträger/Flansch noch nen Kugellager hat.

Dass Lagerungen nie Spielfrei sind und eine verminderte Steifigkeit aufweisen (Herzsche Kontaktfeder bei Punktkontakten) iss mir klar.


mfg

Verfasst: 21 Jan 2009 19:46
von Terrini
oTHEr hat geschrieben:@charly....wie sollte das gehen?
wenn ich mir denke, dass sich die antriebswelle und achse aufgrund der kraftübertragung zueinander "biegen"...dann sind die äusseren seiten vom kettenrad & ritzel näher beieinander als die innenseiten.....und andere relevante kräfte kommen dort doch nicht drauf, other hab ich einen denkfehler?
versuche zu verstehen was Du meinst, Otter, bezogen auf das zueinander "Biegen". Teile die Meinung allerdings nicht, da das 2 feststehende Wellen sind. Durch die Rotation und Zentrifuge richten sich die rotierenden Teile dann in der Regel auch aus.

Was aber eher der Realität entspricht ist, dass die Kette, zumindest in einem "unbehandelten" Serienbike nie ganz gerade fluchten wird, zu groß sind Toleranzen an Schwinge, Kettenspannern, Distanzhülsen etc., von falschem Spannen der Kette mal abgesehen.

Meine Erfahrung bisher, und da bin ich tatsächlich so pingelig (Perfektionist würde ich nicht sagen), hat aber gezeigt, das ich an meinen Bikes die Laufrichtung der Kette, durch "lesbare" Spuren, bestimmen konnte. Zuvor hatte ich mir natürlich die Laufrichtung markiert :wink:.
Bei nachträglich vernieteten Ketten ist die Laufrichtung durch das Schloß eh offensichtlich.

Insofern vermute (unterstelle) ich, dass da Spuren sein können. Nachschauen schadet jedenfalls nicht. Eventuell sind Laufspuren bei schmutziger Kette sogar besser zu erkennen, da die Bereiche wohl freier von Schmier sind. In Verbindung mit dem Tragbild des Kettenrades wird´s dann deutlich.

Bei einer Kette, welche schon einige Tausend KM gelaufen hat, ist mir die ehemalige Laufrichtung der Kette jedenfalls nicht egal, da sich das Material aufeinander einläuft. Durch Unachtsamkeit höheren Verschleiß zu provozieren muß ja nicht sein.

War ja nur ein Tipp aufgrund Erfahrungen :wink:

Verfasst: 22 Jan 2009 11:13
von alter-mann
quique hat geschrieben:
nachgeben des ruckdaempfers
Ausgeschlossen...
fuer mich nich ... wenn ich bei manchen bikes sehe wie sich alleine beim einlegen eines ganges das kettenblatt bewegt ...
bzw. es kommt auf die bauart an ... bzw. wo das lager angebracht ist ....

aber wie gesagt ... ein zumindest fuer mich zu vernachlaessigender aspekt (laufrichtung der kette) ...
nich ganz uninteressant ... aber eben auch nich sooo bedeutend.

Verfasst: 22 Jan 2009 12:18
von quique
Definitiv korrekt Terrini.

Selbst zu 100% ausgerichtet, gibt es immer etwas elastische Verformung, der Löwenanteil geht aber auf jeden Fall an die nachlässige Einstellung, bzw Fertigungstol.

mfg