Frage an alle Auskenner

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Gast

Frage an alle Auskenner

Beitrag von Gast »

Hallo Leute !

Kann mir das einer erklären ?

Gestern abend habe ich die Kupplung eingebaut. (Neue Kupplungsnabenmutter vorhanden!)
Was mir nun seltsam vorkam:

Nachdem ich die Kupplungsteile eingesetzt hatte und die Nabenmutter mit 135 Nm angezogen habe, stellte ich fest, dass diese Klammer (Drehmomentbegrenzerfeder), die unmittelbar unter der Mutter quasi als "Unterlegscheibe" fungiert, frei beweglich ist und sogar vertikales Spiel der Kupplungsnabe zulässt !
Dass die Nebenkupplungsnabe wegen des AntiHopping-Mechanismus beweglich sein muss ist mit ja klar - aber vom Gefühl her würde ich doch erwarten, dass die Mutter (die ich sogar mit 150 Nm angeknallt habe, ..) die Federplatte auf der Zwischenhülse, welche dahiner liegt, festpressen sollte.
Ich glaube mich zu erinnern, dass das beim Ausbau nicht so war...
Hab ich einen Fehler gemacht oder ist das normal ??? :shock:

Schaut Euch den Kurzclip an, da sieht man es, falls ich mich unklar ausgedrückt haben sollte...
(im Clip habe ich das ganze mit anderen Kupplungsteilen nachgestellt- hier jedoch genau das gleiche Phänomen... - Bei der nun eingebauten Kupplung ist es genauso !)
Die Nabenmutter ist ja eine Quetschmutter ... gibt die etwa die maximale "Aufschraubhöhe" durch die Quetschung vor, so dass man sie garnicht bis Anschlag festziehen kann ?

Komisch - komisch....
Gebt Rat - ich brauche ihn !!

Link zu dem Kupplungsclip:

http://www-stud.fh-fulda.de/~fdsw1356/Z ... pplung.mpg

alter-mann

Beitrag von alter-mann »

... fuer mich schaut es aus .. als wenn da ein unterlagscheibe fehlen wuerde ... :?: ... nur eine vermutung ...
die drehmomentbegrenzungsfeder sollte laut whb in die ... nebenkupplungsnabe greifen ...
radiales spiel ist kacke ? ... denke ich ... da is was faul.
spiel in axialrichtung (kupplungskorb zum federplattendeckel)
laut whb normal "federplattenspiel"
alte teile verbaut 0.3 bis 0.9 mm
neue teile verbaut 0.2 - o.5 mm

warte ma was die anderen meinen ...

Gast

Kupplung

Beitrag von Gast »

Nein - ich habe garantiert keine Beilagescheibe vergessen -
Darum auch nochmal der Test mit der anderen Kupplung auf der anderen Getriebewelle:
Hier war genau das selbe...

Ich kann die Mutter anknallen bis es brummt - und trotzdem bleibt die Drehmomentbegrenzerfeder noch leicht beweglich zwischen Mutter und Hülse.
Will mir nicht in die Birne, dass das so sein soll, ... hab einfach keine Erklärung!
Es geht doch nicht an, dass ich mit 150Nm dranhänge, und die Mutter immer noch nicht "fest" ist...
Entweder ist diese Quetschmutter zuviel vorgequetscht, sodass sie auch mit vereinten Kräften nicht ganz draufgeht ,... oder es soll eben so sein !?!?!

Das Problem wäre ja gelöst, wenn ich einfach eine Unterlegscheibe zwischen Mutter und Federplatte baue - es handelt sich ja max. nur um einen halben mm....

Oder ist damit etwa dieses ominöse Federplattenspiel gemeint ?
Langsam wird das Mopped interessant

:shock:

Michael

alter-mann

Beitrag von alter-mann »

... also ich bin kein guru ...
einfach nur von der ueberlegung her ...
ein spiel (in richtung achse)... korb gegen federplattenteller ist normal..
in drehrichtung(der kupplung) glaube ich ... sollte kein spiel da sein ...
kann es sein das die aufnahmen der drehmomenbegrenzungsfeder
(in der kupplungsnabe9 ausgeschlagen sind ... bzw. die feder selber nich
mehr der renner ist ...
bei mir zb fehlt eine ganze lasche davon ... weg ... sie is nichmehr da ...
unglaublich ... :!:

Tyler69

Beitrag von Tyler69 »

also ich denke das spiel ist normal...

Gast

Kupplung

Beitrag von Gast »

Also, von diesen Federn hatte ich zwei Stück:
Die eine war wirklich ziemlich platt, da war das Spiel noch größer !
Also habe ich die bessere von beiden genommen....
Aber das sollte doch m.m.n. keinen Einfluss haben, weil:
...
- Das runde Loch mittig der Platte ...... mann ist das blöd zu beschreiben!!!!
gleich kommt die Kamara !

Also:
Ich stelle mir das so vor, wie ich denke, dass es sein sollte:

Kupplungskorb ist schon aufgesteckt mit dem großen Nadellager => dann die zweite der großen Distanzscheiben, die das Nadellager abdeckt => dann die kleinere Distanzscheibe auf die Getriebewelle => nun die Hauptkupplungsnabe => jetzt die Nebennabe einsetzen ( so, dass die Sperrklinken in die Vertiefungen des Hauptnabenteils greifen ) => jetzt die Hülse mit Innenverzahnung auf die Welle schieben =>jetzt die Begrenzerfeder auflegen => diese wird gehalten (nach meinem Verständnis) durch die Klemmung zwischen Hülse und Nabenmutter ! Und das muss doch eine Klemmung sein, die voll auf Kontakt (Druck geht und dadurch zustande kommt, dass mit Anziehen der Mutter sich die Federarme spannen, bis der zentrale Ring der Feder richtig fest zwischen Hülse und Mutter eingeklemmt wird !?
=> Das muss doch verdammt nochmal fest sitzen ?! Oder irre ich ?
Ausgehend vom Zentrum der Begrenzerfeder gehen strahlenförmig nach außen diese eigentlichen biegsamen Federarme, welche die Nebennabe mit ihren Sperrklinken gegen den Hauptnabenkörper pressen (sollen) !

Jetzt der Clou:
Dafür ist es doch unerheblich für mein Problem , wie ausgeleiert die Federarme sind: - Sind sie mehr ausgeleiert, ist der Anpressdruck der Nebennabe an die Hauptnabe eben geringer und im Extremfall lässt sie sich gegen die Hauptnabe axial hin und her bewegen.
Und trotzdem muss doch das Federzentrum fest sein, und nicht wackeln, wie im Video ???

Alles klar ? Mir jedenfalls nicht !

Übrigens:
Du schreibst, dass bei Dir ein Winkel der Feder abgebrochen sei:
Hier glaube ich, dass das so ist, denn beide sahen bei mir von Anfang an so aus und weisen auch keine Bruchkante auf -
Eine Bruchkante ist meist metallisch glänzend - hier ist diese Stelle ebenso beschichtet wie der Rest der Feder und durch kratzen mit einem scharfen Gegenstand kommt erst Metallglanz durch....

Aber vielleicht irre ich ja auch hier, da ich auch nur interessierter Laie bin ...

Wo bleiben nun die Statements der Profis ???

Michael

Tyler69

Beitrag von Tyler69 »

ich habe mir auch eine neue bestellt, da bei mir so ein zahn auch abgebrochen war..diese feder hatte 6 von diesen zähnen..meine neue von kawasaki hatte nur 3..ich hab erstmal gekuckt aber der typ meinte, dass die wohl schon zweimal geändert wurden diese drehmomentbegrenzungsfedern..hab jetzt also eine drin mit nur 3 zähnen..kann also nicht so schlimm sein wenn von 6 einer fehlt..denke ich..

Gast

Beitrag von Gast »

Tyler69 hat geschrieben:also ich denke das spiel ist normal...
Das würde mir zumindest ein Stückweit die KAWA-typischen Laufgeräsche erklären !

Meine GPZ hat sich damals auch wie ne Teilewaschmaschine angehört !

Tyler69

Beitrag von Tyler69 »

mir hat der kawa typ gesagt die feder würde nur beim rollen beansprucht werden..keine ahnung warum..

alter-mann

Beitrag von alter-mann »

@michaoel...
... ich kann leider nur aus erinnerung sprechen ...
(mein ersatzmotor im keller) ...
habe im moment die teile nich vor mir liegen ...
.. habe an diesem ersatzmotor eine nachtraeglich gekaufte kupplung
--- gesamt alle teile --- !
vor ca. 4 wochen "handfest" eingebaut weil ich mir mit der
zentalmutter u. der feder nich sicher war ...
im whb ist -glaube- ich eine lasche mehr zu sehen ... bzw.
nach meiner erinnerung hat es tatsaechlich so ausgesehen als sei sie bei mir gebrochen ...
... selbst im "handfesten" einbau wackelt bei mir nix.... erinnerung ?
moechte es aber nich beschwoeren ...
werde der sache jedoch auf den grund gehen ...
... allerdings erst naechstes wochenende ... :!:
wenn du solange zeit hast ...

Gast

kupplung

Beitrag von Gast »

Ich denke, die Feder regelt den Anpressdruck der Nebennabe an die Hauptnabe.
Läuft der Kraftschluß mal in die andere Richtung als üblich (d.h. nicht wie im normalen Fahrbetrie von der Kurbelwelle über Kupplung und Getriebe ans Hinterrad...), sondern eben umgekehrt =>
z.B. wenn man mal versehentlich einen Gang zuviel oder zu früh runterschaltet - oder zu früh aus dem Rollbetrieb einkuppelt, dann rückt durch die Beschaffenheit der drei Sperrklinken die Nebennabe gegen die Federkraft der besagten Feder aus und bewirkt, dass die Kupplung selbsttätig trennt.
Das soll verhindern, dass das hinterrad zu stempeln oder hoppeln anfängt.
(Anti-Hopping-System)
Fast wie ´ne Shimano Fahrradnabe...

Ich will aber doch nur wissen, ob ich den Mist nochmal abmachen muss oder ob ich es mit diesem Spiel dranlassen kann - Nachdem ich die Kupplungsmutter nach Mobilmachung aller verfügbarer körperlicher Kräfte mit 150 Nm angezogen habe ??

Tyler69

Beitrag von Tyler69 »

also meiner meinung nach ist das spiel normal..kann mich erinnern dass sie bei mir auch ein klein wenig spiel hatte..hab erst letzte woche meine feder gewechselt..aber wie der alte mann schon sagte..wenns nicht dringend ist dann warte mal ab..er hat da garantiert mehr ahnung als ich.

alter-mann

Beitrag von alter-mann »

Tyler69 hat geschrieben:.....er hat da garantiert mehr ahnung als ich....
... nich wirklich ...

Gast

Kupplung

Beitrag von Gast »

Soo - nun hab ich ein riesen Fass aufgenmacht wegen nix....

Heute beim Kawahänlder gewesen und alles gebeichtet......

"Das Spiel ist normal" - "das ist so bei der ZXR" - "nne nee, die Kupplungsnabenmutter kannst Du noch man nehmen, da passiert normal nix..."

Nagut - das mit dem Spiel glaub ich ihm mal, bei der Mutter bin ich doch froh, dass ich eine Neue genommen hab....
Jetz bleit der Wix dran !!! 8)

MichaOel

Tyler69

Beitrag von Tyler69 »

hab ich doch gesagt..und meiner hat auch gesagt die mutter kann wieder dran..

Gast

Beitrag von Gast »

....also es gibt ja schon einige Treads hier im Board (auch von mir) im Bezug auf die Federklammer(n) der Kupplungs-Nabenmutter....
Ich weiß net , was Eure KAWA-Dealer da so erzählen , aber Fakt ist , das z.B. bei der 1991/1992er ZXR ( J und K (RR) Modelle ) ab Werk EINE Federklammer mit 6 "Füssen" eingebaut war .
Bricht eines der "Füsschen" ab , gibt's meist hackeliges Schalten .
Wenn diese Feder erneuert wird , so bekommt man (aber nur beim Kawasaki-Dealer mit Ahnung!! :wink: ) 2 Federn mit jeweils 3 "Füssen" und eine neue Nabenmutter . Macht dann danach im eingebauten Zustand wiederum ....na.... "6 Füsschen".
Steht übrigens auch im Teilefilm bei Kawa , aber vielleicht liegts ja daran , daß der Hinweis ( beim Erneuern 2Stück verwenden) in Englisch dabei steht :twisted: .
Das leichte Achsialspiel (nach Einbau) ist auch normal , wurde hier im Forum ebenfalls schon ausdiskutiert .

ACHSO @ TYLER69 .... fahren mit nur einer neuen Klammer (also nur 3 Füsschen) wird nach einiger Zeit mit durchrutschender Kupplung ab so 7000U/min. aufwärts "belohnt" .... :(
Habe selbst durch einen "unwissenden KAWA-Lagerheini" der net Englisch lesen kann :shock: diese net grad tolle Erfahrung machen müssen .


Bye ,
Gruss ,
Micha

Gast

kupplung

Beitrag von Gast »

hm,
kann mir nicht vorstellen, dass ein fehlendes Füsschen verantwortlich sein soll für eine durchrutschende Kupplung -
Schließlich sorgen doch die Kupplungsfedern für den Anpressdruck der Kupplungslamellen an die Reibscheiben.
Wenn so ein Fehler in diesem Zusammenhang aufttritt, dann wohl eher deshalb, weil sich solch ein abgebrochener Klammerarm irgendwo zwischen den Reibscheiben festgeklemmt hat und vollen Kontakt der Scheiben verhindert.

Was die Aussagen meines "Freundlichen" betrifft, bn ich auch etwas überrascht:
Erst mein er: "Um Gottes Willen, unbedingt eine neue Nabenmutter nehmen..."
und dann die Nummer mit der Klammer: "Nö, da passiert normal nix!"
Leicht schizophren....

Eins möchte ich aber noch klären:
Du sprichst da von Füsschen - meinen wir das selbe ?

Es gibt an dem Teil diese langen, strahlenförmig von der Mitte ausgehenden Klammerarme, die mit ihren Enden die Nebennabe gegen die Kupplungshauptnabe drücken (sollen) (insgesamt 6 StücK!)
Diese Füsschen hingegen sind nur abgewinkelte, ca 5mm kurze Fixierungshilfen, die in die Aussparungen der Nebennabe hineinragen.
Ich denke, hier gibt es tatsächlich nur 5 Stück davon, da ich das so bei zwei Motoren vorgefunden habe und auch nirgendwo im Motor ein Anzeichen von einem abgebrochenem Teil finden konnte.
Wie der "alte Mann" schon sagt: Entweder es hat sich atomisiert oder es sind gemäss meiner Annahme nur 5 Stück dieser Füsschen vorhanden.

Wobei ich es unproblematisch sehe, wenn tatsächlich eines davon abgebrochen wäre.
Anders sieht es ntürlich aus, wenn so ein Federklammerarm abgebrochen ist....

Wie auch immer .... ´s wird sich uiswiese!!!!


Michael

:lol:

Wayne von BW

Beitrag von Wayne von BW »

das spiel ist normal! der beste bezugspunkt um festzustellen ob du alles richtig zusammengebaut hast ist der gewindegang der mutter- diese sollte soweit aufgeschraubt sein bis nur noch ein halber gewindegang sichtbar ist- in deinem fall sieht es so aus :wink: das spiel hat jeder :wink:

lg
Andi

Gast

Beitrag von Gast »

hmmm....also das , was Du als "Arme" bezeichnest , hab ich als "Füsschen" gemeint !!
...und die Verwirrung war groß :roll:


Gruß,
Micha

Gast

arme und füße

Beitrag von Gast »

Wie schön - dann ist ja alles klar ! :P :P

Und alle haben sich lieb !

:lol: :lol: :lol:

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